Deutsche Bank

Deutsche Guggenheim präsentiert „Paweł Althamer: Almech”

28. Oktober 2011 - 16. Januar 2012 │ Berlin

Eine außergewöhnliche Ausstellung, bei der Besucher selbst Teil der Kunst werden können, wird derzeit im Deutsche Guggenheim gezeigt. Der polnische Künstler Paweł Althamer hat in der Kunsthalle Unter den Linden eine offene Werkstatt eingerichtet, in der aus Kunststoff skulpturale Porträts der Ausstellungsbesucher entstehen.

Althamer entwickelt eine Art „exhibition in progress”, indem er eine Verbindung zwischen dem Museum und der Kunststofffabrik Almech herstellt, die der Vater des Künstlers in einem Vorort von Warschau betreibt. Gemeinsam mit dem Künstler stellen Arbeiter von Almech an zwei Maschinen Skulpturen von Besuchern der Ausstellung her.

In der Ausstellungshalle werden die Gesichter der „Modelle“ abgeformt und die Abgüsse anschließend auf Metallkonstruktionen befestigt. Tag für Tag kommen neue Plastiken hinzu und fügen sich zu einem komplexen Ensemble. Die Ausstellung Almech, die als Auftragsarbeit für das Deutsche Guggenheim entstand, soll unterschiedliche Organisations- und Produktionsformen gegenüberstellen – die der Wirtschaft und die des Kunstbetriebs.

Althamer thematisiert durch die Verschmelzung von Künstler, Kunstinstitution und Publikum grundsätzlich Fragen von Produktionsprozessen. „Das Resultat“, so Althamer, „ist ein Verschwimmen der Rollen oder sogar ein Rollentausch. Deshalb sind die Skulpturen auch auf Rädern montiert. Man kann sie aufstellen, animieren, in Bewegung setzen. So können wir die Art und Weise verändern, wie die Dinge in unseren Unternehmen, Institutionen und Hierarchien arrangiert sind.“

„Es gibt wohl keinen besseren Rahmen für diesen kulturellen und ökonomischen Transfer als das Gebäude der Deutschen Bank Unter den Linden, in dem Ökonomie und Kunst seit fast 15 Jahren erfolgreich eine Einheit bilden“ erklärte de Pierre de Weck, Mitglied des Group Executive Committee der Deutschen Bank, bei der Eröffnung der Ausstellung.

Kunst einer breiten Öffentlichkeit ohne Berührungsängste näher zu bringen, Fragen zu stellen, Kreativität zu fördern – das sind die Ziele des Kunstengagements der Deutschen Bank. Die Bank engagiert sich insbesondere für die polnische Gegenwartskunst, etwa durch Ankäufe für die Unternehmenssammlung mit Werken von Künstlern wie Paulina Olowska, Wilhelm Sasnal oder Jakub Julian Ziólkowski. Seit 2003 wird alle zwei Jahre mit „Views“ der Preis für junge polnische Kunst vergeben – als gemeinsame Initiative von der Deutsche Bank Stiftung und der renommierten Warschauer Zaçheta Nationalgalerie.

Berlin im Zeichen polnischer Kunst und Kultur

In diesem Herbst steht Berlin im Rahmen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft 2011 ganz im Zeichen polnischer Kunst und Kultur. So findet zeitgleich mit der Ausstellung „Paweł Althamer: Almech“ im Deutsche Guggenheim ein prominent besetztes Kulturprogramm statt, das die unterschiedlichen Facetten des engen deutsch-polnischen Verhältnisses beleuchtet. Den Auftakt bildete Mitte September die Eröffnung der Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ im Martin-Gropius-Bau. Die von der polnischen Kunsthistorikerin Anda Rottenberg kuratierte Schau stellt mit rund 700 Exponaten erstmals die 1000-jährige Geschichte der wechselseitigen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland umfassend dar. Die Deutsche Bank Stiftung ermöglicht das begleitende Vermittlungsprogramm.

Vergrößern

© Pawel Althamer 2011; Photo: Piotr Trzebinski

© Pawel Althamer 2011; Photo: Piotr Trzebinski
Weitere Informationen

Deutsche Guggenheim

Footer Navigation:
Letzte Aktualisierung: 5.9.2013
Copyright © 2015 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main